Corporate Governance

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BVI-Wohlverhaltensregeln

Zu den obersten Prinzipien von HSBC INKA bei der Verwaltung ihrer Investmentvermögen gehört das Handeln im ausschließlichen Interesse der Anleger und der Integrität des Marktes. Hierbei hält HSBC INKA im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit als Master-KVG die vom BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. gemeinsam mit der Investmentbranche erarbeiteten BVI-Wohlverhaltensregeln in der Fassung vom 06. Oktober 2016 ein. Die BVI-Wohlverhaltensregeln können über folgenden Link abgerufen werden.

Die Wohlverhaltensregeln des BVI definieren den Branchenstandard für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Kapital und den Rechten der Anleger. Sie legen freiwillige Standards fest, die über die gesetzlichen Pflichten von Fondsverwaltern hinausgehen. Sie tragen deren Rolle als Treuhänder Rechnung, die besonders hohe Anforderungen an das Verhalten gegenüber Anlegern stellt.

Ausführungsgrundsätze (Best Execution)

Informationen über die Ausführungsgrundsätze für die von der Internationale Kapitalanlagegesellschaft mbH (nachfolgend "HSBC INKA") verwalteten Investmentvermögen (§ 168 Abs. 7 KAGB i. V. m. Art. 27, 28 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 231/2013 der Kommission vom 19. Dezember 2012 zur Ergänzung der Richtlinie 2011/61/EU ("Level-2-VO")

1. Einleitung

Als Kapitalverwaltungsgesellschaft i. S. d. Kapitalanlagegesetzbuches ("KAGB") ist HSBC INKA verpflichtet, sowohl bei Erwerb und Veräußerung von Vermögensgegenständen (nachfolgend "Transaktion") als auch bei der Platzierung von Handelsaufträgen bei anderen Ausführungseinrichtungen i. S. d. Art. 28 Level-2-VO angemessene Maßnahmen zu ergreifen und wirksame Vorkehrungen zu treffen, um das bestmögliche Ergebnis für die von HSBC INKA verwalteten Investmentvermögen zu erzielen (nachfolgend "Best Execution"). Vor diesem Hintergrund hat HSBC INKA Ausführungsgrundsätze festgelegt, die darauf abzielen, bei Transaktionen beständig eine Best Execution zu gewährleisten. HSBC INKA ist gemäß Art. 28 Abs. 2 Level-2-VO verpflichtet, den Anlegern angemessene Informationen über diese Ausführungsgrundsätze und über wesentliche Änderungen dieser Grundsätze zur Verfügung zu stellen.

2. Anwendungsbereich

Die von HSBC INKA festgelegten Ausführungsgrundsätze gelten für die Ausführung von Aufträgen, die HSBC INKA für Rechnung der von HSBC INKA verwalteten Investmentvermögen zum Zwecke des Erwerbs oder der Veräußerung von Vermögensgegenständen erteilt.

3. Grundsätze der Auftragsausführung

HSBC INKA wird Aufträge zum Zwecke des Erwerbs oder der Veräußerung von Vermögensgegenständen in vielen Fällen nicht unmittelbar an Ausführungsplätze leiten, sondern unter Zwischenschaltung von Intermediären (insbesondere Brokern) ausführen. Die Auswahl der Ausführungsplätze und der Intermediäre durch HSBC INKA erfolgt dabei nach Maßgabe der nachstehenden Ausführungsgrundsätze:

Zur Erzielung des bestmöglichen Ergebnisses einer Transaktion berücksichtigt HSBC INKA die Faktoren Kurs bzw. Preis, Kosten, Geschwindigkeit und Wahrscheinlichkeit der Ausführung und Abrechnung, den Umfang und die Art des Auftrags sowie alle sonstigen für die Auftragsausführung relevanten Aspekte. Die Gewichtung der Ausführungsfaktoren richtet sich nach der relativen Bedeutung, die HSBC INKA diesen Faktoren im Rahmen einer Transaktion beimisst. Die Bedeutung der einzelnen Faktoren im Hinblick auf ihre Gewichtung bestimmt sich dabei nach folgenden Kriterien:

  1. Ziele, Anlagepolitik und spezifische Risiken des Investmentvermögens, wie sie im Verkaufsprospekt bzw. den Anlagebedingungen und Anlagerichtlinien festgelegt sind,
  2. Merkmale des Auftrags,
  3. Merkmale der Vermögensgegenstände,
  4. Merkmale der Ausführungsplätze, an die der Auftrag weitergeleitet werden kann.

Die Gewichtung der vorgenannten Ausführungsfaktoren durch HSBC INKA kann je nach beabsichtigter Transaktion unterschiedlich ausfallen. Die Intermediäre, die für eine Ausführung in Betracht kommen, hat HSBC INKA in einer Liste zusammengefasst. Weitere Informationen können wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung stellen.

4. Ausführungswege für verschiedene Vermögensgegenstände

Die Transaktionen erfolgen in der Regel über folgende Ausführungswege:

  • Verzinsliche Wertpapiere (einschließlich Nullkuponanleihen) werden in der Regel außerbörslich zu einem fest vereinbarten Preis (Festpreisgeschäft) über den gemäß Ziff. 3. ausgewählten Broker veräußert oder erworben.
  • Orders in Aktien lässt HSBC INKA in der Regel über einen gemäß Ziff. 3. ausgewählten Broker ausführen. Als Ausführungsplätze für deutsche Aktien werden in der Regel inländische Börsen im vollelektronischen Handel (XETRA) oder im elektronisch gestützten Skontroführerhandel (Parketthandel) gewählt. Bei ausländischen Aktien wird zur Orderausführung in der Regel eine Börse des Landes gewählt, in dem die betroffene Gesellschaft ihren Sitz hat. Ein anderer Börsenplatz wird in der Regel gewählt, wenn der Haupthandelsplatz der ausländischen Aktie nicht im Sitzland des Unternehmens ist und Abwicklungsgründe oder die Sicherheit der Erfüllung dies erforderlich machen. Die Auswahl des Ausführungsplatzes erfolgt grundsätzlich durch den ausgewählten Broker, wenn und soweit der Ausführungsplatz nicht durch die HSBC INKA vorgegeben wird.
  • Zertifikate werden in der Regel außerbörslich zu einem fest vereinbarten Preis (Festpreisgeschäft) über den gemäß Ziff. 3. ausgewählten Broker veräußert oder erworben.
  • Börsengehandelte Derivate werden grundsätzlich über den gemäß Ziff. 3. ausgewählten Broker gehandelt. Als Ausführungsplatz gilt die jeweilige Börse, an der der Kontrakt gehandelt wird.
  • OTC Derivate werden in der Regel mit einem gemäß Ziff. 3. ausgewählten Kontrahenten auf Grundlage standardisierter Rahmenverträge abgeschlossen.
  • Investmentvermögenanteile werden grundsätzlich über die Investmentgesellschaften selbst oder eine Handelsplattform der jeweiligen Depotbank gehandelt. Transaktionen in Investmentvermögen, die spezifisch zum Börsenhandel aufgelegt worden sind (Exchange Traded Funds), lässt HSBC INKA über einen gemäß Ziff. 3. dieser Best Execution Policy ausgewählten Broker ausführen.

Über die vorgenannten Ausführungswege hinaus kommen als Ausführungswege auch systematische Internalisierer und multilaterale Handelssysteme in Betracht. Im Falle der Auslagerung des Portfoliomanagements gemäß Ziff. 7. werden Ausführungswege selbständig durch die externen Asset Manager ausgewählt.

5. Zusammenlegung von Handelsaufträgen

Die Zusammenlegung von Handelsaufträgen (z.B. zur Erzielung von Kostenvorteilen) ist möglich, sofern nach billigem Ermessen zu erwarten ist, dass die Zusammenlegung der Aufträge für keines der betroffenen Investmentvermögen von Nachteil ist und eine gleichmäßige Zuteilung unter Berücksichtigung des Auftragsvolumens und der Ausführungspreise anhand vorab festgelegter Kriterien erfolgt.

6. Überwachung und Überprüfung der Ausführungsgrundsätze

HSBC INKA überwacht regelmäßig die Wirksamkeit der vorgenannten Grundsätze der Auftragsausführung, um etwaige Mängel aufzudecken und unverzüglich zu beheben. HSBC INKA überprüft die Ausführungsgrundsätze zudem mindestens einmal jährlich. Wenn und soweit HSBC INKA von wesentlichen Änderungen Kenntnis erhält, die dazu führen, dass eine Ausführung an den vorgesehenen Ausführungsplätzen bzw. über die vorgesehenen Intermediäre HSBC INKA in ihrer Pflicht beeinträchtigt, bei Erwerb und Veräußerung von Vermögensgegenständen jeweils das bestmögliche Ergebnis für die Investmentvermögen zu erzielen, wird eine Überprüfung außerhalb des Jahresrhythmus vorgenommen. Festgestellte Mängel werden unverzüglich behoben.

7. Auslagerung des Portfoliomanagements

HSBC INKA lagert in vielen Fällen das Portfoliomanagement für die von ihr verwalteten Sondervermögen gemäß § 36 KAGB auf externe Asset Manager aus, die die Intermediäre und Ausführungsplätze selbständig auswählen. Dabei werden die Asset Manager vertraglich verpflichtet, ihrerseits alle sich aus § 168 Abs. 7 KAGB i. V. m. Art. 27, 28 Level-2-VO ergebenden Pflichten zur Best Execution zu beachten.

8. Platzierung von Handelsaufträgen bei anderen Ausführungseinrichtungen

HSBC INKA kann gemäß Art. 28 Level-2-VO Handelsaufträge bei anderen Ausführungseinrichtungen platzieren, um effiziente Handelsprozesse zu gewährleisten (nachfolgend "Ausführungseinrichtungen"). In diesen Fällen lässt sich HSBC INKA von diesen Ausführungseinrichtungen schriftlich bestätigen, dass sie bei der Ausführung von Handelsaufträgen für von HSBC INKA verwaltete Investmentvermögen ihrerseits alle sich aus § 168 Abs. 7 KAGB i. V. m. Art. 27, 28 Level-2-VO ergebenden Pflichten zur Best Execution beachten.

9. Abweichende Platzierung im Einzelfall

Aufgrund von Systemausfällen oder außergewöhnlichen Marktverhältnissen kann es in seltenen Fällen erforderlich sein, eine Order in Abweichung von diesen Ausführungsgrundsätzen zu platzieren. HSBC INKA wird jedoch auch unter diesen Umständen alles daran setzen, das bestmögliche Ergebnis für die von HSBC INKA verwalteten Investmentvermögen zu erzielen.

Darstellung der Grundzüge der Stimmrechtsausübung durch die HSBC INKA

HSBC INKA übt die Stimmrechte für ihre Investmentvermögen unabhängig von Interessen Dritter und im ausschließlichen Interesse der Anleger und der Integrität des Marktes aus, wobei den Interessen der Anleger die zentrale Bedeutung zukommt.

Die Stimmrechtsausübung erfolgt bei allen Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften mit Sitz in Deutschland. In Bezug auf Aktiengesellschaften außerhalb Deutschlands erfolgt die Stimmrechtsausübung, sofern HSBC INKA insgesamt in ihren Investmentvermögen mehr als 0,1 % der Stimmrechte hält. Sofern dieser Schwellenwert unterschritten ist, verzichtet HSBC INKA angesichts des geringen Einflusses der gehaltenen Stimmrechte und des mit der Analyse und Abstimmung verbundenen Aufwands auf die Abstimmung.

Grundlage der Entscheidungen sind die Analysen von IVOX Glass Lewis, einem auf die Auswertung von Hauptversammlungsunterlagen spezialisierten Unternehmen, dessen Auswertungen auf Grundlage der Analyseleitlinien für Hauptversammlungen des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. erfolgen. In die Auswertung werden auch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex einbezogen. Sofern in den Auswertungen für HSBC INKA wesentliche Hauptversammlungspunkte kritisch beurteilt werden und daher eine Abstimmung gegen die Verwaltung der betroffenen Gesellschaft oder Enthaltung in Erwägung gezogen wird, erfolgt eine Einzelfallentscheidung durch die Geschäftsführung der HSBC INKA.

Wesentliche Punkte im Rahmen der Entscheidungsfindung der HSBC INKA sind:

  • Uneingeschränkt erteiltes Testat eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers
  • Anhängige Verfahren (z.B. Anfechtung der Bilanz, Insidergeschäfte, Kartellverstöße)
  • Angemessene Gewinnverwendung

HSBC INKA legt grundsätzlich für alle Investmentvermögen den gleichen Maßstab im Hinblick auf die Unternehmensführung der Portfoliounternehmen an. Daher erfolgt die Abstimmung auf Hauptversammlungen grundsätzlich für alle Investmentvermögen einheitlich, sofern HSBC INKA keine besonderen Interessen von Anteilinhabern bekannt sind, die eine unterschiedliche Ausübung erforderlich machen.

HSBC INKA beauftragt grundsätzlich Stimmrechtsvertreter der betroffenen Gesellschaft mit der Stimmrechtsausübung und erteilt für jeden Abstimmungspunkt eine gesonderte Weisung.

Einzelheiten zu den Abstimmungen stellen wir unseren Anlegern für die jeweiligen Investmentvermögen auf Anfrage gerne kostenfrei zur Verfügung.

Verantwortliches Investieren

Unter Maßnahmen zur Berücksichtigung von Kriterien zum verantwortlichen Investieren werden von HSBC INKA die Einbeziehung von ökologischen und sozialen Kriterien sowie Kriterien der guten Unternehmensführung (Environment, Social, Governance - "ESG-Kriterien") in den Investmentprozess verstanden. Die Berücksichtigung dieser Kriterien erfolgt im Rahmen und unter dem Primat des Handelns ausschließlich im Interesse der Anleger sowie innerhalb gesetzlicher Vorgaben und kann auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen: bei der Festlegung der Anlagebedingungen für einen Fonds, im Rahmen des Investmentprozesses auch ohne solche Festlegungen oder über solche hinaus sowie bei der Auslagerung des Portfoliomanagements als Vorgabe für einen externen Asset Manager.

Für den eigenen Investmentprozess der HSBC INKA gilt beispielsweise unabhängig von einer entsprechenden Bestimmung in den Anlagebedingungen das Verbot des Investierens in Unternehmen, die Streumunition herstellen. Sofern externe Asset Manager beauftragt sind, können diese im Rahmen der ihnen vorgegebenen Anlagestrategie bzw. Anlagebedingungen ESG-Kriterien innerhalb ihres Investmentprozesses auch dann berücksichtigen, wenn dies von HSBC INKA nicht ausdrücklich vorgegeben ist. Die Asset Manager können beispielsweise durch systematische ESG-Filter im Analyseprozess Investments in bestimmte Unternehmen ausschließen, die eigentlich aufgrund der Anlagestrategie bzw. Anlagebedingungen zulässig wären.

HSBC INKA steht generell Anfragen von Fondsinitiatoren und Spezialfondsanlegern zur Berücksichtigung von ESG-Kriterien in Investmentvermögen oder zur Auflegung von Nachhaltigkeitsfonds aufgeschlossen gegenüber. Soweit ESG-Kriterien in den Anlagebedingungen als Anlagegrenzen Berücksichtigung finden sollen, ist es jedoch erforderlich, dass sie in einer einwandfrei nachprüfbaren Weise formuliert werden können. Bitte sprechen Sie uns bei Interesse an.

Auf Anfrage stellen wir unseren Anlegern gerne weitere Informationen darüber zur Verfügung, inwieweit ESG-Kriterien aktuell im jeweiligen Investmentvermögen im Rahmen des Anlageprozesses berücksichtigt werden.

Kundenbeschwerden bei Publikums-Investmentvermögen

HSBC INKA erbringt die Dienstleistungen für ihre Kunden mit größtmöglicher Sorgfalt. Mögliche Kundenbeschwerden verstehen wir daher auch als einen Impuls, unsere Produkte und Prozesse kontinuierlich weiter zu entwickeln.

Kundenbeschwerden können kostenfrei schriftlich, per Brief, per E-Mail, per Fax oder mündlich, per Telefon und persönlich an HSBC INKA herangetragen werden. Eingehende Beschwerden werden innerhalb von 24 Stunden erfasst und schnellstmöglich bearbeitet. Die Bearbeitung wird in der Regel durch den Bereich Compliance koordiniert.

Sollte die Beschwerde nicht innerhalb von 48 Stunden geklärt werden können und ist absehbar, dass eine Klärung nicht innerhalb der nächsten fünf Werktage stattfinden kann, informiert Compliance den Beschwerdesteller schriftlich über den Status der Beschwerde. Sollte die Beschwerde nicht innerhalb von vier Wochen geklärt werden können, erfolgt anschließend eine erneute schriftliche Stellungnahme an den Beschwerdesteller, die über den Bearbeitungsstand und die weitere Vorgehensweise informiert.

Zur Beilegung von Streitigkeiten mit HSBC INKA im Zusammenhang mit dem deutschen Investmentrecht besteht für Privatanleger die Möglichkeit, die Ombudsstelle für Investmentvermögen anzurufen, der sich HSBC INKA zum Zwecke außergerichtlicher Schlichtungsverfahren angeschlossen hat. Diese Streitigkeiten können hier von einem unabhängigen und neutralen Schlichter geklärt werden. Näheres regelt die "Verfahrensordnung der Ombudsstelle für Investmentvermögen des BVI".

Schlichtungsanträge sind schriftlich an:
Büro der Ombudsstelle des BVI
Bundesverband Investment und Asset Management e.V.
Unter den Linden 42
10117 Berlin
Telefax: 030 6449046-29
E-Mail: info@ombudsstelle-investmentfonds.de

zu richten.

Weitere Informationen zur Ombudsstelle für Investmentvermögen und ihrem Verfahren finden Sie unter http://www.ombudsstelle-Investmentvermögen.de.

Beschwerden können Sie an folgende Anschrift senden:

Internationale Kapitalanlagegesellschaft mbH
Yorckstraße 21
40476 Düsseldorf

Telefon: 0211/ 910 - 2581
Telefax: 0211/ 910 - 91903

Einzelheiten der aktuellen Vergütungspolitik

Einzelheiten der Vergütungspolitik nach §§ 165 Abs. 3 Nr. 10, 166 Abs. 2 Nr. 6 KAGB

Die Gesellschaft ist auf Grund regulatorischer Vorgaben verpflichtet, für Geschäftsleiter, Mitarbeiter, deren Tätigkeiten einen wesentlichen Einfluss auf das Risikoprofil der Gesellschaft oder der von ihr verwalteten Investmentvermögen haben ("Risikoträger"), Mitarbeiter mit Kontrollfunktionen und alle Mitarbeiter, die eine Gesamtvergütung erhalten, aufgrund derer sie sich in derselben Einkommensstufe befinden wie Geschäftsleiter und Risikoträger, ein Vergütungssystem festzulegen, das mit einem soliden und wirksamen Risikomanagementsystem vereinbar und diesem förderlich ist, keine Anreize zur Eingehung von Risiken setzt, die nicht mit dem Risikoprofil, den Anlagebedingungen, der Satzung oder dem Gesellschaftsvertrag der von der Gesellschaft verwalteten Investmentvermögen vereinbar sind, und das die Gesellschaft nicht daran hindert, pflichtgemäß im besten Interesse des Investmentvermögens zu handeln, sowie dieses Vergütungssystem anzuwenden.

In dieser Vergütungspolitik ist der personelle Anwendungsbereich, das heißt, welche Mitarbeiter der Gesellschaft von der Vergütungspolitik erfasst sind (die sogenannten identifizierten Mitarbeiter), geregelt.

Beschreibung der Berechnung der Vergütung und der sonstigen Zuwendungen

Die Vergütungen der identifizierten Mitarbeiter setzen sich aus festen und variablen Bestandteilen zusammen, wobei der Anteil der festen Komponente an der Gesamtvergütung jeweils genügend hoch ist, um eine flexible Politik bezüglich der variablen Komponente uneingeschränkt zu gewährleisten. Daneben kann eine Vergütung auch in Sachleistungen oder -vorteilen der Gesellschaft bestehen.

Die Vergütungen der identifizierten Mitarbeiter sind so ausgestaltet, dass sie keine Anreize zur Eingehung von Risiken setzen, die nicht mit dem Risikoprofil, den Anlagebedingungen, der Satzung oder dem Gesellschaftsvertrag der von der Gesellschaft verwalteten Investmentvermögen vereinbar sind. Die Festlegung der variablen Vergütungskomponenten orientiert sich dabei an der allgemeinen Geschäftsentwicklung der Gesellschaft, der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit des Mitarbeiters, berücksichtigungswürdige Leistungen des identifizierten Mitarbeiters im vergangenen Jahr.

Kein Kriterium ist die Wertentwicklung eines oder mehrerer bestimmter Investmentvermögen. Hierdurch wird eine Belohnung eines einzelnen Mitarbeiters zur Eingehung von Risiken, die nicht mit dem Risikoprofil, den Anlagebedingungen, der Satzung oder dem Gesellschaftsvertrag der von der Gesellschaft verwalteten Investmentvermögen vereinbar sind, auch und gerade im Hinblick auf die variable Vergütung eines Mitarbeiters ausgeschlossen.

Die variable Vergütungskomponente setzt sich aus einem Bar-Anteil und einem Anteil unbarer Instrumente, namentlich aus Aktien an der Konzernmutter, der HSBC Holdings plc, zusammen. Das Verhältnis von Bar-Anteil und Anteil an unbaren Instrumenten wird dabei jeweils in Abhängigkeit von der Gesamthöhe der variablen Vergütung bestimmt.

Ein wesentlicher Anteil der variablen Vergütungskomponente wird über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren zugeteilt. Zudem wurde ein Malus-System implementiert, das zu einer reduzierten Auszahlung der variablen Vergütung führen kann.

Identität der für die Zuteilung der Vergütung und sonstigen Zuwendungen zuständigen Personen

Für die Zuteilung der Vergütung der Geschäftsführung ist der Vorstand der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, für die übrigen identifizierten Mitarbeiter die Geschäftsführung der Gesellschaft zuständig.

Zusammensetzung des Vergütungsausschusses

Die Gesellschaft ist als 100 %-ige Tochtergesellschaft der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG Teil des HSBC Trinkaus Konzerns, für welchen ein Vergütungskontrollausschuss (gemäß Institutsvergütungsverordnung) bestellt ist, der auch die Vergütungspolitik der HSBC INKA unter Beachtung der oben genannten Anforderungen prüfen und überwachen wird. Die Gesellschaft hat daher gemäß den ESMA-Leitlinien für solide Vergütungspolitiken unter Berücksichtigung der AIFMD, X.II.I, Rn. 55 keinen eigenen Vergütungsausschuss eingerichtet.

Vermeidung unnötiger Transaktionskosten

Zur Vermeidung von Transaktionen, die lediglich dem Erzielen zusätzlicher Gebühren dienen ("Churning"), legt HSBC INKA pro Investmentvermögen einen Schwellenwert für die Portfolioumschlagsrate fest. Die Ermittlung der Portfolioumschlagsrate erfolgt gemäß Anlage 2 zur KAPrüfbV, § 26 Absatz 1 Nummer 14. Der maßgebliche Schwellenwert wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Der Bereich Risk Control der HSBC INKA führt regelmäßig Churning-Analysen auf Basis der Portfolioumschlagsrate durch und berichtet darüber an den Risikoausschuss, der im Bedarfsfall weitere Maßnahmen veranlassen kann.

Ansprechpartner

Internationale Kapitalanlagegesellschaft mbH

Yorckstraße 21
40476 Düsseldorf - Deutschland
Telefon: +49 (0) 211/ 910 - 2581
Telefax: +49 (0) 211/ 910 - 91903